Nachlese zum Wohnsitzlosenessen in St. Petrus Canisius am Sonntag, den 28. Januar 2024

„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40 -Werke der Barmherzigkeit: u.a. Hungernden Essen/Trinken geben, Nackte bekleiden, Obdachlose und Fremde beherbergen). Dem zu folgen ist sicher einer der Leitgedanken für das seit Jahrzehnten in Aldingen immer am 4. Sontag im Januar stattfindende Winteressen für Obdach-/Wohnsitzlose, Arme, einsame Menschen, Frauen, Kinder und Männer, denen es einfach nicht so gut geht. Im Winterhalbjahr wird in unserem Dekanat reihum in vielen Kirchengemeinden ein solches Winteressen angeboten.
Dieses Jahr sind ca. 70 Menschen unserer Einladung gefolgt. Viele haben wir mit 2 Kleinbussen von der Caritas und der Kirchengemeinde an den Treffpunkten in Ludwigsburg abgeholt, andere kamen zu Fuß oder mit Bus und Bahn.
Im Eingangsbereich waren von vielen fleißigen Händen wie immer große Mengen von gespendeten Kleidern aller Art, Jacken, Schuhen, Koffern, Taschen schön ordentlich bereitgestellt worden und unsere ankommenden Gäste suchten sich hier die für sie passenden Stücke heraus. Zwischen 11.00 Uhr und 12.00 Uhr herrschte dort wechselnd eine Atmosphäre wie an den Wühltischen im Schlussverkauf, aber es gab auch Beratungsgespräche zu Passform, Aussehen und Größe. Nachdem alle ihre Teile gefunden und verstaut hatten, füllte sich der Saal und der kulinarische Teil begann.

Unser Kochteam „Dinner for 12“ , 6 Paare, die aus Freude am Helfen für unsere Wohnsitzlosen seit vielen Jahren kochen, hatten ein ausgezeichnetes Menue arrangiert. Tomatencremesuppe, Geschnetzeltes, ein geschichtetes Kirschdessert und zuletzt frische Früchte auch zum mitnehmen. Mitgenommen wurde auch alles, was nicht gegessen wurde, übrig blieb nichts und sicher erfreute sich mancher nochmals am Abend an dem leckeren Essen.


Wenn man in die Runde geschaut hat, haben unsere Gäste das Essen und die Zuwendung, ja auch das eine oder andere Gespräch untereinander und auch mit uns genossen. Vielleicht waren es mal Stunden ohne direkte Not, mit gutem Essen und im Warmen.
Wir haben dann nach dem Essen für das Neue Jahr 2024 noch kurz gemeinsam gebetet und uns dem Schutz Gottes, den diese Menschen vielleicht besonders brauchen, anbefohlen.
Geendet hat das Winteressen mit einer großen Auswahl an Kuchen und gutem heißen Kaffee. So gegen 16.30 Uhr leerte sich dann der Saal und unsere Gäste gingen mit ihren Tüten und Koffern beladen zurück in ihr Leben.

Zum Abschied haben sich bei mir und anderen einige sehr aufrichtig bedankt. Sie haben sich wertgeschätzt, als Menschen behandelt , wahrgenommen gefühlt. Das tat ihnen gut.


Den vielen Helfern sah man auch eine große Zufriedenheit mit diesem Tag an. Für alle war es ein arbeitsreicher, sinnerfüllter Tag, ein Tag mit guten Taten, ein guter Tag.
Allen Frauen und Männern, die geholfen haben, all dies zu ermöglichen, den Spendern von Kuchen und Kleidung, unserer Lieferantin für fair trade Kaffee, den Helfern, die 2-3 Tage gearbeitet haben und dem Kochteam Dinner for 12, den Helfern beim Abstuhlen, sei herzlich gedankt.


Vergelts´s Gott


Norbert Jerger
für die Kirchengemeinde und den Sozialausschuss